05.04.2018

„Starke Impulse für die Standort-Attraktivität“

Geschäftsjahr 2017 im bayernhafen Nürnberg und bayernhafen Roth: Güterumschlag per Binnenschiff und Bahn insgesamt 4,033 Mio. t – ein Plus von 1,5 %; eigene Investitionen von rund 1 Mio. Euro; Containerverkehr im bayernhafen Nürnberg +3,4 %

Luftansicht des bayernhafen Nürnberg Mai 2017

Nürnberg, 5. April 2018bayernhafen Nürnberg und bayernhafen Roth, die zusammen mit den Hafen-Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Regensburg und Passau zur bayernhafen Gruppe gehören, setzten auch 2017 ihre Strategie fort, dem Gütertransport per Schiff und Bahn bestmögliche Rahmenbedingungen zu bieten. So wurden 2017 im bayernhafen Nürnberg und bayernhafen Roth insgesamt 4,033 Mio. t Güter über die umweltfreundlicheren Verkehrsträger Schiff und Bahn umgeschlagen, 1,5 % mehr als im Vorjahr. Ein Plus von 3,4 % gab es beim Containerverkehr.

Der Januar 2017 war in Teilen Süddeutschlands der kälteste seit dreißig Jahren: 3½ Wochen lang, bis Mitte Februar, musste die Schifffahrt auf dem Main-Donau-Kanal und der bayerischen Donau wegen der Eislage eingestellt werden. Entsprechend ging der Schiffsgüterumschlag im ersten Quartal 2017 deutlich gegenüber 2016 zurück. Dies wurde übers Jahr jedoch wieder aufgeholt. So erreichten bayernhafen Nürnberg und bayernhafen Roth 2017 beim kumulierten Schiffsgüterumschlag eine Steigerung von 13,1 % (+42.136 t) gegenüber 2016 auf 364.115 t. Maßgeblich dafür war insbesondere die positive Entwicklung am bayernhafen Roth, der seinen Schiffsgüterumschlag mehr als verdoppeln konnte. Den größten Anteil an der Schiffstonnage machten Düngemittel sowie Steine und Erden aus.

Schwergut-Kompetenz vor Ort

Auch hochwertige Schwergüter wurden aufs Binnenschiff verladen und entlasteten so die Straßen. So managte der Schwergut-Spezialist Züst & Bachmeier Project GmbH im bayernhafen Nürnberg beispielsweise im Januar 2017 den Umschlag von zwei 400-t-Trafos des Siemens Transformatorenwerks Nürnberg aufs Binnenschiff und den weiteren Transport nach Dubai. Noch einmal getoppt wurde dies durch einen Mega-Trafo von 535 t, der im Januar 2018 vom bayernhafen Nürnberg auf die Reise nach China ging. Für Ende Mai 2018 geplant ist ein noch größerer Siemens-Trafo mit insgesamt 537 t. Diese Schwergut-Kompetenz im bayernhafen Nürnberg ist entscheidend für Siemens: Das Unternehmen kann dadurch seine Trafos von Nürnberg aus zu Kunden weltweit liefern. „Mit dieser Infrastruktur bieten wir Unternehmen den Weg zum Weltmarkt“, sagt Alexander Ochs, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft von bayernhafen Nürnberg und Roth, der Hafen Nürnberg-Roth GmbH.

Per Bahn wurden 2017 im bayernhafen Nürnberg 3,669 Mio. t umgeschlagen, noch einmal 15.771 t mehr als im Vorjahr – diese Steigerung umfasst sowohl den Konventionellen Bahnverkehr als auch den Kombinierten Verkehr (KV). Weiterhin auf Wachstumskurs bewegt sich der Containerumschlag im bayernhafen Nürnberg: Mit 287.558 TEU (*twenty foot equivalent unit - 1 TEU entspricht einem 20-Fuß-Container) im Geschäftsjahr 2017 wurden die 278.055 TEU vom Vorjahr um 3,4 % (9.503 TEU) übertroffen.

Kombinierter Verkehr stark am Standort Nürnberg

”Für Langstreckengüterverkehre sind die umweltfreundlicheren Verkehrsträger Binnenschiff und Bahn prädestiniert”, sagt Alexander Ochs, ”wir werben gegenüber Entscheidern aus Industrie und Logistik nachhaltig dafür, bei der Planung logistischer Ketten Wasserstraße und Schiene mit einzubeziehen, im Export wie im Import. Dies ist auch eine klare Antwort auf die Fahrerknappheit im LKW-Verkehr.”

Der bayernhafen Nürnberg bietet ideale Rahmenbedingungen für den Kombinierten Verkehr: ein leistungsfähiges Terminal, mehrere Abfahrten pro Tag zu den deutschen Nordseehäfen, Containerzug-Verbindungen nach Rotterdam sowie ins chinesische Chengdu. Strategie ist es, den bayernhafen Nürnberg als Wirtschaftsknotenpunkt weiter zu stärken. Dafür wird mittelfristig die Kapazität des Terminals durch kontinuierliche Optimierungen weiter erhöht, die Frequenz der Züge gesteigert sowie das KV-Netzwerk um Häfen im Norden und Süden Europas erweitert. Die Gespräche dazu laufen bereits.

Die bayernhafen Gruppe investierte 2017 rund 1 Mio. Euro in den Standort Nürnberg. Die Ansiedler ihrerseits investierten insgesamt rund 18 Mio. Euro in ihre Standorte im bayernhafen Nürnberg, darunter der 2. Bauabschnitt des Multi-User Industrie- und Logistikparks von greenfield development, der bereits Mitte 2018 bezogen werden kann. Für 2018 plant die bayernhafen Gruppe über all ihre Standorte zusätzlich zu den 2017 bereits angestoßenen Investitionen von 30 Millionen Euro weitere Investitionen in Höhe von rund 32 Mio. Euro – dazu gehört die Vorbereitung von Ansiedlungsflächen sowie über mehrere Jahre laufende Optimierungsmaßnahmen an der schienen- und wasserbezogenen Infrastruktur.

Glasfaserausbau im bayernhafen Nürnberg stärkt Digitalisierung in der Logistik

Die Digitalisierung ist längst ein prägender Faktor in der Logistik, ”Kommunikationsnetze werden damit zu einer Schlüssel-Infrastruktur”, so Alexander Ochs. Nur folgerichtig wird jetzt auch das Glasfasernetz im bayernhafen Nürnberg ausgebaut – im Rahmen des Förderprogramms des Freistaats Bayern für den schrittweisen Ausbau hochleistungsfähiger Breitbandnetze in Bayern. Beim offiziellen Startschuss Mitte November 2017 sagte der seinerzeitige Bayerische Finanz- und Heimatminister und heutige Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Eine leistungsfähige Breitband-Infrastruktur ist ein entscheidender Standortfaktor für Gewerbebetriebe. Mit dem Start des Glasfaserausbaus erfolgt der erste Schritt vom Megabit zum Gigabit und damit hin zu einer zukunftsfähigen digitalen Infrastruktur.” Auch für Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas ist die Versorgung mit ultraschnellen Breitbandnetzen ”eine Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit des gesamten Wirtschaftsstandorts Nürnberg“.

Flächenrecycling statt Flächenverbrauch

Die bayernhafen Gruppe bietet an ihren sechs Standorten für ihre Kunden Eigentum auf Zeit, über Erbbaurechts- und Mietverträge. Dies stellt eine nachhaltige Nutzung sicher, reduziert Leerstand und ermöglicht den Nutzerwechsel auf ein und derselben Fläche. ”Flächenrecycling geht bei uns vor Bauen auf grüner Wiese”, sagt Alexander Ochs. ”Wir müssen recht klug mit der begrenzten Ressource Fläche umgehen, daher managen wir auch Hallen- und Büroraumleerstände und moderieren eine Expertengruppe zur Entwicklung von Logistikimmobilien der Zukunft. Bisher haben wir für fast alle Ansiedlungs- und Erweiterungswünsche noch immer eine Lösung gefunden.”

Produktive Nachbarschaft

”Zu unserem Selbstverständnis als Standort-Architekt gehört, Synergien unter den Hafenansiedlern und der verladenden Wirtschaft zu schaffen”, sagt Alexander Ochs, ”wir nennen das produktive Nachbarschaft.” So wird die Open air-Musikveranstaltung ”Container Love”, die 2017 insgesamt 6.000 Besucher in den Hafen zog, 2018 erneut stattfinden und diesmal um die Bewerbermesse ”JobPort” erweitert. ”Hafen und Logistik sind einfach spannend”, sagt Alexander Ochs, ”allerdings suchen auch alle Unternehmen neue Mitarbeiter, so werden wir den bayernhafen Nürnberg als Top Arbeitsplatz-Standort präsentieren. Mit diesem neuen Format erhalten wir überregionale Aufmerksamkeit und entwickeln gemeinsam mit unseren Kunden Lösungen gegen den Fachkräftemangel.

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